ABOUT ME

• In a nutshell

Ich bin seit nunmehr acht Jahren begeisterter Slackliner. Was als Hobby begann, ist im Laufe der Jahre nicht nur zu meiner größten Leidenschaft, sondern auch zu meinem Beruf geworden. Mittlerweile mache ich Slackline-Shows, Weltrekorde und nehme an Wettbewerben auf der ganzen Welt teil. In Workshops und Präsentationen gebe ich meine Erfahrungen und meine Begeisterung für den Balancesport an andere weiter. Seitdem ich im Herbst 2017 mein Lehramtsstudium erfolgreich beendet habe, verwende ich nun meine gesamte Zeit und Energie um auf dem schmalen Band die Grenzen des Möglichen weiter auszureizen.

• Wie alles begann

In meiner Kindheit war ich ein eher stiller Typ und zog es vor mich von Bergen und großen Anstrengungen fernzuhalten. Ein perfekter Tag bestand für mich aus Comics lesen, Fernsehen und Lego bauen. Gott sei Dank nahmen meine Eltern mich dennoch immer wieder auf Bergtouren oder zum Skifahren mit. Später versuchte ich mich dann an Trampolin, Parkour, Freerunning und Klettern. Nach und nach wurde mir klar, dass körperlich-koordinative, sowie mentale Herausforderungen genau mein Ding waren. Als ich dann 2009 während eines Kletterurlaubes in Italien zum ersten mal das Slacklinen ausprobierte, war es um mich geschehen. Heute bin ich wahrhaft süchtig danach und kann mir ein Leben ohne Berge, Highlinen und Adrenalin nicht mehr vorstellen.

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Slacklinen bedeutet für mich…

  • Die Komfortzone verlassen 100%
  • Physische und mentale Herausforderungen 100%
  • Inspiration 100%
  • Reisen 100%

• Reflektion

Man kann sich einerseits auspowern und kreativ und spielerisch sein. Beim Laufen von besonders langen Slacklines reizt mich vor allem der meditative Aspekt. Man konzentriert sich nur auf sein eigenes Gleichgewicht, die Schwingungen in der Slackline und das Zusammenspiel zwischen dem eigenen Körper und dem gespannten Band. Man achtet auf das Atmen und versucht die Umgebung völlig auszublenden. Dabei gerät sämtlicher Alltagsstress in Vergessenheit. Highlinen ist ungelogen das beste Gefühl das ich kenne. Es trennen einen, wie man so schön sagt, nur 2,5 cm Band vom Fliegen. Das ist ein unglaublicher Adrenalinkick und man fühlt sich lebendig wie nie zuvor. Außerdem bringt einen das Highlinen stets an neue, spektakuläre Orte und man verbringt viel Zeit in der Natur. Zu guterletzt kommt der Spaß in der Gemeinschaft. Ich habe durch das Slacklinen unzählige Freunde in verschiedensten Ländern kennengelernt. Man lernt voneinander, kommt in fremden Städten immer auf irgendeiner Couch unter und verbringt gemeinsam unvergessliche Stunden am Lagerfeuer.

• Free Solo

Als Free Solo Highlinen wird die Begehung einer 10 bis 10.000 Meter hohen Slackline ohne Sicherung bezeichnet. Für viele ist das ein unvorstellbares Szenario. Für mich ist es das Ausleben meiner Sportart in Perfektion.  Free Solo Highlinen wird nur von sehr wenigen Menschen auf der Welt betrieben und erfordert ein extrem hohes Maß an Vorbereitung, Körperbeherrschung und Selbstvertrauen. 2016 habe ich die weltweit höchste und längste und 2017 noch einmal die längste Highline ohne Sicherung begangen und halte somit den aktuellen Guinness Weltrekord im Free Solo Highlinen.

WARNUNG:  Free Solo, also das ungesicherte Begehen einer Highline, erfordert jahrelanges Training und mentale Vorbereitung. Free Solo ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss und für die man selber Verantwortung übernehmen muss. Ich ermutige niemanden zum Free Solo Highlinen und weise ausdrücklich darauf hin, dass Highlinen mit Sicherung die allgemein anerkannte und angestrebte Form ist, und auch sicherlich am meisten Spaß macht.